Dekanatssynode

Die Dekanatssynode ist das demokratisch verfasste "Parlament" des Dekanats. Die Kirchenvorsteher*innen der Kirchengemeinden sowie Vertreter*innen der Einrichtungen des Dekanatsbezirks beraten und entscheiden hier gemeinsam über die Ausrichtung der kirchlichen Arbeit vor Ort. Geleitet wird sie von einem dreiköpfigen Präsidium (Dekanin Kerstin Baderschneider, Dieter Brückner, Jonas Schneider).

Die Dekanatssynode tagt derzeit einmal im Jahr. Sie wird in ihren laufenden Geschäften durch den Dekanatsausschuss repräsentiert. Diesem gehören in der laufenden Periode folgende Mitglieder an:

Dekanin Kerstin Baderschneider, Pfarrer u. stv. Dekan Michael Bausenwein (Kitzingen-Friedenskirche), Pfarrerin Doris Bromberger (Buchbrunn/Repperndorf), Dieter Brückner (Kitzingen-Stadtkirche), Edith Fink-Ziegler (Kleinlangheim), Pfarrer Simon Gahr (Sickershausen), Pfarrer Paul Häberlein (Mainbernheim), Nina Hahn (Kitzingen-Friedenskirche), Christian Kern (Iphofen), Pfarrerin Raffaela Meiser (Rödelsee/Fröhstockheim), Andrea Saueracker (Mainbernheim), Ursula Sattes (Hohenfeld), Jonas Schneider (Buchbrunn), Pfarrer Peter Stier (Marktsteft), Elli Stühler (Albertshofen), Sabine Taub (Segnitz), Werner Zürlein (Mainstockheim).

Einen Überblick über die Schwerpunkte und Veränderungen im Dekanatsbezirk gibt der jährliche Bericht der Dekanin vor der Dekanatssynode. Hier finden Sie den aktuellen Bericht:

 

 

Einen Überblick über den laufenden Prozess "Landesstellenplan" finden Sie hier:

 

 

Die Landessynode

 

Die Landessynode bildet gemeinsam mit dem Landesbischof und Landeskirchenrat sowie dem Landessynodalausschuss die Kirchenleitung der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern.
Zu den Aufgaben der Landessynode zählen die kirchliche Gesetzgebung einschließlich der Verabschiedung des Haushaltes und die Beschlussfassung über die Ordnung kirchlichen Lebens, die die Rechte und Pflichten der Mitglieder ausführt. Auch die Wahl des Landesbischofs obliegt der Landessynode.
Die Landessynode beschließt auch die Gottesdienstordnung oder über Inhalt und Form des Gesangbuches. Jede Synodalin bzw. jeder Synodale hat das Recht, der Synode eigene Anträge zur Entscheidung vorzulegen.
Nähere Informationen zur Landessynode finden Sie hier:
http://www.bayern-evangelisch.de/www/ueber_uns/landessynode.php

Im Frühjahr 2020 hat sich die Landessynode in neuer Zusammensetzung konstituiert. Aus unserem Wahlkreis wurden Dekan Ivo Huber (DB Markt Einersheim), Pfarrerin Christine Strattner (DB Uffenheim) und Frau Ruth Finster (DB Uffenheim) zu Mitglieder der Landessynode gewählt und vertreten unsere Interessen mit. Neben den gewählten Synodal*innen wurde unsere Landtagsabgeordnete Barbara Becker neben weiteren Personen von Landessynodalausschuss und Landeskirchenrat der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern in die Synode nachberufen.

Ergebnisse der Synode
Bildrechte: Baderschneider
"Lust auf Kirche machen - inhaltliche Schwerpunkte weiterdenken" - das war das Thema der Dekanatssynode am Freitag, 22.10.2021. Neben den Gedanken zu Strukturveränderungen darf das Thema "Unser Auftrag als Kirche in unserem Sozialraum" in unserer Gremienarbeit nicht zu kurz kommen. Daher machten sich die Synodal*innen in Kleingruppen Gedanken zu Gottesdienstformen, Konfi- und Jugendarbeit, die Verknüpfung von Kirche und Kunst, Familienreligiosität und missionarische Angebote. Die Vielfalt an Perspektiven und konkreten Ideen macht Lust, daran weiterzuarbeiten.
 
Lesen Sie hier einen Artikel über die Dekanatssynode aus der Mainpost:

Das evangelische Dekanat wagte eine Neuerung in Zeiten von Corona:

Die jährliche Dekanatssynode, die Versammlung aller Kirchenvorsteherinnen und Kirchenvorsteher des Dekanats, tagte am 8.5.2021 erstmals ausschließlich über Videokonferenz. Für viele Gremien war es bereits Alltag. Ob Kindergartenaufgaben, den Bau eines neuen Seniorenheims oder die Gottesdiensttermine der lokalen Gemeinde, vieles wurde in den vergangenen Monaten bereits online besprochen und beschlossen. Auf der Synode kamen erstmals aus allen Kirchenvorständen 80 Mitglieder zusammen.

Im Bericht aus dem Dekanat durch Dekanin Baderschneider zeigte sich, wie die Gemeinden in der Corona-Krise kreativ und fröhlich in vielen Formen die Menschen dennoch erreichten. Von Telefonandachten zu Mitnehmtüten, von Seelsorge im Spazierengehen zu Onlinegottesdiensten.

Eines der wichtigsten Themen war die Angleichung der Pfarrstellen auf die Mitgliedszahlen des Dekanats. Die Landesstellenplanung sieht vor, dass in den nächsten Jahren insgesamt 2,75 Stellen zur reduzieren sind, weil sich die Zahl der Gemeindeglieder um etwa 10 Prozent reduzierte. Im Dekanat Kitzingen sind dazu drei Vorgaben gemacht worden: Es wird nicht zu Zwangsfusionen der Kirchengemeinden kommen, jede Kirche bleibt als Gottesdienstort erhalten und jede Gemeinde hat einen festen Seelsorger oder eine Seelsorgerin.

Die Frage, wo welche Pfarrstelle bleiben oder wegkommen soll, wurde auf der Synode bewusst zunächst ausgeklammert. Erst sollen die inhaltlichen Fragen geklärt werden, die mit jeder Unmstrukturierung einhergehen, etwa: Wie kann Kirche Familien bei der Weitergabe des Glaubens unterstützen Was brauchen die Menschen von der Kirche überhaupt, was erwarten sie? Wo können Gemeinden professioneller werden, wo ist Zusammenarbeit sinnvoll? Welche Strukturen ergeben in Zukunft Sinn?

In der Synode war ein starkes Wir-Gefühl zu spüren: „Wir packen es gemeinsam an und es wird gut werden.“ Die nächste Synode wird schon im Oktober wieder zusammentreten und erste konkrete Veränderungen beraten.

Hier lesen Sie den Dekanatsbericht über das Jahr 2020:

Synode Plenum
Bildrechte: Dekanat

Mutig sein und anfangen - das war das Motto der Dekanatssynode am 25.9.2020. Im kommenden Jahr stehen für den Dekanatsbezirk wichtige Entscheidungen rund um den neuen Landesstellenplan an.

Gast war Dekan Reutter aus dem Dekanatsbezirk Feuchtwangen, das eines der Erprobungsdekanate für die landeskirchlichen Prozesse "Profil und Konzentration" sowie "Landesstellenplanung" ist. Bei letzterer geht es um eine neue Verteilung der Pfarrstellen. Da die Gemeindegliederzahlen abnehmen und mehr Pfarrer*innen in den kommenden Jahren in Ruhestand gehen als theologischer Nachwuchs nachkommt, werden derzeit in der Landeskirche die Anzahl der Stellen für jeden Dekanatsbezirk neu berechnet, um eine gerechte Verteilung auf die Fläche zu gewährleisten. Als Richtwert gilt: eine Pfarrstelle ist ca. 1500 Gemeindegliedern zugeordnet. Wie die zugewiesenen Stellen dann bei uns genau verteilt werden, entscheidet der Dekanatsausschuss im kommenden Jahr.

Dekan Reutter machte Mut. Er erzählte von den Überlegungen im Dekanat, die den Strukturveränderungen vorausgingen, und wie positiv sich die neue Ausrichtung auch auf die Pfarrerinnen und Pfarrer selbst auswirkte. Für die Gemeinden war wichtig zu wissen: 1. Jede Kirchengemeinde bleibt in ihren Grenzen. 2. Alle Kirchengebäude bleiben erhalten und aktiv für Gottesdienste genutzt. 3. Jedes Gemeindeglied hat eine feste Seelsorgerin / einen festen Seelsorger.

Durch Neuorganisation der Struktur und Gottesdienstlandschaft ist im Dekanat Feuchtwagen möglich geworden, dass
... für jedes Gemeindeglied im eigenen oder Nachbarort ein Gottesdienst besuchbar ist.
... einmal im Monat ein attraktiver großer dekanatsweiter Gottesdienst angeboten werden kann.
... eine neue halbe Stelle für generationenübergreifende Arbeit eingerichtet werden konnte.
... jede Pfarrerin und jeder Pfarrer ein freies Wochenende nehmen kann.
... verschiedene Gottesdienste, zu verschiedenen Zeiten, mit verschiedenen Zielgruppen für alle Gemeindeglieder in maximal 15 Minuten Fahrtzeit erreichbar ist. (Etwa Lobpreisgottesdienste, Abendgottesdienste, Gottesdienste mit gemeinsamen Essen...)
... neue Schwerpunkte möglich sind, je nach Gemeinde und je nach Gaben in der Gemeinde.
... eine feste Telefonnummer für Rufbereitschaft eingerichtet werden konnte. 

In den anschließenden Diskussionen in Kleingruppen suchten die Mitglieder der Dekanatssynode eigene Antworten für das Dekanat Kitzingen. Im Vordergrund standen positive Bilder und Visionen, die vielleicht eines Tages Wirklichkeit werden können.

Neben einem kurzen Bericht von Dekanin Baderschneider über die zurückliegenden Monate hielt Dekanatsjugendreferent Klaus Raab seinen letzten Bericht vor der Synode und wurde unter großem Beifall verabschiedet. Er geht zum 1.10. in den Ruhestand.

Für die Delegierten der Landessynode sprach Pfarrerin Christine Stadtner ein kurzes Grußwort. In der Landessynode ist der Wahlkreis, zu dem Kitzingen gehört, durch Barbara Becker (MdL, Wiesenbronn), Ruth Finster (Burghaslach) und Pfarrerin Christine Stradtner (Martinsheim) in der Landessynode sehr gut vertreten. Barbara Becker und Christine Stadtner wurden sogar in den Landessynodalausschuss gewählt. Der LSA ist neben dem Landesbischof, dem Landeskirchenrat und der Landessynode das vierte kirchenleitende Organ und ist zum Beispiel für die Besetzung der Bischofsämter mit verantwortlich oder für die Erarbeitung von Kirchengesetzen mit zuständig. 

Die Dekanatssynode war ursprünglich für den März angesetzt, coronabedingt wurde sie nun mit eingeschränkter Teilnehmendenzahl und unter Beachtung der Hygienerichtlinien im katholische Dekanatszentrum durchgeführt.

Hier finden Sie Informationen:

https://www.kitzingen-evangelisch.de/dekanat/die-dekanatssynode