Kirchenkonzert

Volker Heißmann und das Pavel Sandorf Quartett
Bildrechte Dekanat KT

Die Kirche voll besetzt bis in die Ränge – das Licht geht aus, nur ein einzelner Scheinwerfer erhellt den Raum – ein Gefühl wie Weihnachten stellt sich ein, erwartungsvoll, feierlich … „Kumbaya, my Lord!“ ertönt eine einzelne Stimme und erfüllt das Kirchenschiff. Mit diesem schlichten und eindrücklichen Spiritual beginnt Volker Heißmann sein außergewöhnliches Konzert in Kitzingen.

Unter dem Motto „Introitus interruptus“ hat das evangelische Dekanat Kitzingen zusammen mit den Nachbardekanaten Castell und Markt Einersheim zu diesem etwas anderen Konzert in die Stadtkirche Kitzingen eingeladen. Er fühle sich „wie im Petersdom“ scherzt Heißmann gleich zu Anfang, wohl nicht wissend, dass er sich in der Petrinikirche, Unterfrankens größter evangelischer Kirche, befindet.

Volker Heißmann ist ein fränkischer, neudeutsch „Comedian“, bekannt von „Waltraud und Mariechen“ und der Veitshöchheimer “Fastnacht in Franken“. Er zeigt sich seinem Kitzinger Publikum an diesem Abend so vielfältig von seiner bekannten geistreichen, humorvollen, aber auch von einer tiefsinnigen Seite. Mit persönlichen Geschichten und Anekdoten beschreibt Heißmann was ihm im Leben wirklich wichtig ist. So ist es die Heimat in der Fürther Kirchengemeinde, in die er von klein auf durch die Musik hineinwächst, aber auch Freunde und Familie, die ihn auf Stationen seiner Bühnenkarriere begleiten. Es sind die Lieder seiner Kindheit und die Musik berühmter Sängerkollegen, die Heißmann nachdenklich werden lassen, wenn „Von guten Mächten“ oder weltliche Songs „Was wichtig ist“ von Udo Jürgens und „Somewhere“ von Leonhard Bernstein mit seiner sonoren Stimme ertönen. Bei einem begeisternden Gospel-Medley bringt er die Konzertbesucher in Bewegung und wird bei allem musikalisch abwechslungsreich unterstützt vom „Pavel Sandorf Quartett“.

Mit Leidenschaft, aber stets humorvoll und schlagfertig nimmt der vielseitige Künstler die Zuhörer mit auf seine biografische Reise bis in die aktuelle Gegenwart. So stimmt Volker Heißmann gegen Ende des Konzerts „My way“ von Frank Sinatra an, einen Song, den er mit neuem Text seiner Wegbegleiterin Barbara Stamm zu ihrer Beisetzung mitgeben wird und sich tief selbst bewegt zeigt….

Dieses Kirchenkonzert des Fürther Entertainers hat allen bewiesen, dass sich lautes Lachen und leise Töne sehr gut ergänzen. Es war uns eine Ehre und eine Freude, Volker Heißmann!

Heike Schneller-Schneider