Reise2013

Liebe Freunde unserer Partnerschaft,

Nach unserem letzten Bericht und einem ersten Fazit möchten wir Sie und Euch gerne teilhaben lassen an unseren weiteren Erlebnissen, auch wenn drei von uns (wie Sie ja schon wissen) schon wieder wohlbehalten in Kitzingen angekommen sind.

SAMSTAG

Am Samstag brachte uns Mac (einer der Exgraduates) zu seinem Dorf. Bereits bei der Fahrt dorthin meinte er, dass er nicht sicher sei, ob wir bis direkt in das Dorf fahren können, da der Regen die Straßen aufgeweicht hatte. Als wir das Dorf erreicht hatten, wurden wir dort mit Singsing, warmen Begrüßungsworten, Gebeten und Tänzen (bei denen wir kurzerhand mit in den Kreis genommen wurden – empfangen. Nach weiteren Grußworten feierten wir in der Kirche des Dorfes einen Gottesdienst. Die Kollekte wurde uns überreicht. Wir wussten nicht so recht, wie wir damit umgehen sollten, erfuhren aber, dass dies durchaus so üblich sei. Die Dorfgemeinschaft zeigt uns damit, dass sie uns als Missionare sehen, die es zu unterstützen gilt. Eine Ablehnung dieses Geschenkes wäre eine Beleidigung gewesen. Nach dem Gottesdienst blieben wir noch zum Abendessen – während der ganzen Zeit hatte es nicht aufgehört zu regnen, so dass wir hofften und beteten, wieder wohlbehalten zurück nach Banz zu kommen. Mac zeigte sein ganzes Können als Fahrer und lieferte uns alle sicher dort ab.

SONNTAG

Am Sonntag dann hatten wir zwei besondere Erlebnisse: Beim Gottesdienst feierten wir das erste Abendmahl in der neuen Kirche. Helmut Oppelt predigte auf Englisch über Johannes 6, 1 -14 und wir sangen zwei deutsche Lieder.

Am Abend dann gab es ein gemeinsames Essen mit der "Staff", [den Lehrern und Lehrerinnen des Colleges]. Hier unterzeichneten Principal Benson und Dekan Kern die Neufassung der Partnerschftserklärung.

MONTAG

Am Montag nehmen wir Abschied von Banz und den Menschen, die uns während unseres Aufenthaltes dort ans Herz gewachsen sind. Unsere erste Etappe führt uns über das Gebirge nach Kundiawa. Die Fahrt könnte man, vorsichtig formuliert, als abenteuerlich bezeichnen. Keiner von uns sehnt sich nach einer Wiederholung...

In Kundiawa besuchen wir das Zentrum für Frauenarbeit. Hier wurde auch die Liturgie für den Weltgebetstag erarbeitet. Agnes, die Leiterin, stellt uns die vielfältigen Arbeitsgebiete vor.

In Goroka angekommen, werden wir von Thomas Hellfritsch und seiner Frau Verena Fries, einem deutschen Pfarrersehepaar, zum Lutheran Guest House eskortiert. Nach einem gemeinsamen Abendessen mit ihnen verbringen wir dort eine erholsame Nacht.

DIENSTAG

In Goroka bringt uns Thomas zu seinem Arbeitsgebiet, der Asaroka Farm. Von den 70 ha Land können derzeit 20 ha bepflanzt werden (hauptsächlich mit Kaukaus – Süßkartoffeln). Vorher durften wir bei einer Bibelarbeit, die Verena (auf Tok Pisin) hält dabei sein.

Bildrechte: beim Autor

 

Am Nachmittag besichtigen wir das Melanesische Institut. Dieses widmet sich als eine ökumenische Einrichtung der Forschung, Lehre und Veröffentlichung der melanesischen Kultur. Besonders Interesse erregte eine Veröffentlichung über Hexerei und Geisterglaube.

MITTWOCH

Am nächsten Tag erreichten wir Lae. Dort trafen wir Thorsten Krafft, der aus Würzburg kommt und nun als Reporter und Techniker im Martin-Luther-Seminar arbeitet. Er war auch der der Kircheneinweihung in Banz vor Ort und übergab uns jetzt eine CD mit seinen Bilder. Sonst reist er durch das Land und veröffentlicht Berichte von kirchlichen Ereignissen und erstellt Sendungen für Christen-Radio.

In einem Hotel, in dem wir zu Abend essen, dem Lae International, erleben wir die reiche Seite Papua-Neuguineas  – und schocken damit zutiefst Pastor Michael [Taikeka], der diesen Ort als Platz des Teufels bezeichnet. So etwas hat er noch nie gesehen. Wir sind betroffen und versuchen ihm zu erklären, dass es auch das in seinem Land gibt: eingezäunten, bewachten und gut gesicherten Reichtum, zu dem nur sehr wenige Zugang haben.

DONNERSTAG

Wir sind froh, als er uns am nächsten Tag stolz das Martin Luther Seminar zeigt. Hier hat er studiert – und immer wieder hat er bereits in den vergangenen Tagen betont, dass er das mit unserer Unterstützung tun konnte.

Am Abend im Guest-House dann unser letztes gemeinsames Abendessen, so wie auch unsere Begleiter es eher kennen: mit Lebensmitteln aus dem Supermarkt.

FREITAG

Am nächsten Tag heißt es wieder Abschied nehmen von Menschen, die uns ans Herz gewachsen sind, die uns begleitet und an ihrem Leben haben teilhaben lassen.

Bildrechte: beim Autor

Thomas Hellfritsch und seine Frau, die wegen einer Beerdigung hier waren, nehmen uns mit zum Flughafen. Da es hier keine Röntgengeräte gibt, erfolgt die Kontrolle des Gepäcks auf eine etwas altertümlich wirkende Methode: Jeder Passagier öffnet seinen Koffer und ein Zöllner sichtet den Inhalt. Das Gleiche dann noch einmal beim Handgepäck und wir sitzen im Flugzeug nach Port Moresby, der Hauptstadt.

 

Dort angekommen werden wir vom Fahrer des Guest Houses abgeholt und dorthin gebracht. Port Moresby gilt als eine der gefährlichsten Städte des Pazifikraumes, und so nehmen wir die Warnungen, nicht alleine auf die Straße zu gehen, sehr ernst. Zwar sehen wir so nichts weiter von der Stadt, aber das Risiko war uns einfach zu hoch.

SAMSTAG

Der gleiche Fahrer -Joseph- bringt uns am nächsten Tag wieder zum Flughafen, wo such diesmal auch unsere Wege trennen. Während Petra Hösch, Helmut Oppelt und Hanspeter Kern sich auf den Weg nach Kitzingen machen, fliege ich (Helga Amberger) weiter zu meiner Schwester und deren Familie, die in Australien und somit nur einen Katzensprung entfernt, leben.

Ein zweites, persönliches Fazit: [Helga Amberger]

Ich habe viel erlebt in Papua Neuguinea. Ich habe erlebt, was Partnerschaft heißen kann. Wie es ist, Brüder und Schwestern in Christus zu begegnen und (wenn auch nur kurz und unter besonderen Umständen) mit ihnen zu leben. Gleichzeitig habe ich aber auch erfahren, dass es, bei allem was uns verbindet, unsere Denkweisen doch sehr verschieden und für den anderen nur schwer oder überhaupt nicht nachvollziehbar sind. Ich bin angekommen und wurde familiär aufgenommen, habe mich sehr wohlgefühlt, habe aber im Laufe unseres Aufenthaltes auch gemerkt, dass es für die “Whiteskins” an manchen Orten gefährlich ist. Ich selbst habe mich nie unsicher gefühlt.

Das, was ich und wir erfahren und erlebt haben, lässt sich nur schwer in Worte fassen. Auch sind die Eindrücke und Erfahrungen noch sehr frisch, wollen erst bedacht und bearbeitet werden.

Wir freuen uns darauf, mit Ihnen über unsere Partnerschaft und unsere Reise ins Gespräch zu kommen und besuchen Sie gerne in Ihrer Gemeinde.

Ich grüße Sie, im Namen der gesamten Delegation, mit dem Satz, den ich wohl am häufigsten in der Landessprache Tok Pisin gesagt habe, weil er ausdrückte was ich dort fühlte:

Mi amamas long stap hia – lukim yu. (Ich bin glücklich, hier zu sein – Auf Wiedersehen).

Helga Amberger

 

 

Heute am Sonntag 17:20 ist die Reisegruppe nach 2 Tagen Reise in Kitzingen angekommen! Nur zu dritt - Hlega Amberger ist noch nach Australien weiter geflogen. Und das Foto ist nun ein Gruß an unsere Freunde in Papua-Neuguinea - Das Ende einer langen wundervollen Reise - The End of a long and fantastic Journey - a Greeting to our friends in PNG! Bericht folgt nach Überwindung des Jetlags ...

Liebe Freunde und Partnerschaftsinteressierte!

Inzwischen haben wir viel erlebt und wollen etwas davon erzählen.

...

Fortsetzung (nachdem wir bei unserer letzten Mail etwas abrupt  unterbrochen wurden und wir sie vor unserer Abfahrt zum nächsten Internetcafe nicht mehr ordentlich abschließen konnten)

Hier einige unserer unendlich vielen Erlebnisse bisher:

Montag 8.4.2013

vormittags: Staffmeeting mit Pastor James, Pastor Michael; Malangton;

Nachmittags Wanderung mit einer kleinen Gruppe und Student Peter auf „seinen“ Berg. Stolz verkündete er, dass der Berg ihm und seiner Familie gehört. Vermutlich Großeltern von ihm gaben uns die Erlaubnis, ihn zu besteigen. Anders würde niemand gehen. Auf dem Weg (wie so oft) zwei (Frei)Kirchen (Nazareth Church – where heaven and earth meet) und unity love church. Herrliche Aussicht auf das Wagi-Tal rechts und links eine Bergkette, die bis zum Mt. Wilhelm reicht, dessen schneebedeckten Gipfel man bei guter Sicht auch tatsächlich sehen kann. Peter hat auf dem Berg ein eig. Prayer-House, in dem wir eine gemeinsame Andacht feiern. Abenteuerlicher Abstieg – über einen schwierigen steinigen Weg. Unten Treffen mit Peters Familie. Peters Großvater kommt, steinalt, gebückt mit Bart und Cappi (geschätzte 120 Jahre). Allerdings: vor 8 Monaten starb erst dessen Vater – Alter unbekannt.

Es folgt ein gemeinsamer Abend mit den Schülern des Sami-Districts.


Ihre Anfragen:

Gibt es eine Möglichkeit,  meine Administrations-Kenntnisse in D zu erweitern?

Frauenarbeit – Gewalt gegen Frauen, wie ist das bei euch?

Fürsorge für Senioren?! ( Es ist wichtig, hier eine Familie zu haben, die sich kümmert. Seniorenheime nach deutscher Art gibt es nicht.)

Eine Überraschung für uns: Pfr. Nawi Philips Schwester ist Studentin im College im ersten Jahr.  

 

Dienstag 9.4.

Board Meeting – Thema: Unsere Partnerschaft. Hier einige Stichpunkte:

Immer wieder die Klage: der Wissenstand der Lehrer ist begrenzt.

Der Partnerschaftsgottesdienst soll bleiben - 2013 sind wir dran mit dem Entwurf.

Pastor Michael dankt für die Unterstützung (Scolarship) und überreicht stolz seine Arbeit. (Siehe Foto!)  Das Dekanat Kitzingen hat ihm einen Teil seines Studiums finanziert.

Der Traktor, ein alter Ferguson, ist kaputt und nicht mehr zu vertretbaren Kosten reparierbar.

Kaffeeplantage: es gibt keinen Fachmann für einen intensiveren Betrieb. Gegenwärtig wird Kaffee mit viel Chemieeinsatz angebaut. Der Ertrag  ist zufriedenstellend, aber nach oben ausbaubar.  

Das College hat 60 Weide-Kühe als Schlachtvieh. Milchwirtschaft wird nicht betrieben – es gibt keinen Fachmann. 

Treffen mit dem Board = Vorstand / Kuratorium des Colleges

Ein “5 Jahresplan (2010 – 2014) – what we have and what we need ) Istzustand und Sollzustand” wird vorgestellt:

Kirchenbau wurde 2009 geplant und ist jetzt beendet

Diplomkurse: 2010 wurde die Entscheidung getroffen, Diplomkurse einzuführen (ist nötig, damit die Abschlüsse anerkannt werden). Ab 2015 soll es diese dann geben.

Entwicklung der Infrastruktur: Ab 2015 sollen alle 3 Jahrgangskurse  zweizügig laufen. Die Folge: Erhöhung der Schülerzahlen. Alle Räumlichkeiten sollen erweitert werden. Regierung: Evtl. gibt es eine finanzielle Unterstützung der Provinzregierung.

Personalentwicklung: Das College benötigt Lehrer mit Diploma.

Die Unterstützung der Partner zur Aus- und Weiterbildung der Lehrer wird sehr erwünscht.

Staff meeting (Treffen mit Dozenten und Angestellten des Colleges) – Partnerschaftserklärung

Eine neue Partnerschaftserklärung soll verabschiedet werden.

Hierzu erfolgt eine ausführliche Diskussion.

Wo wird die Unterstützung durch die Partner aus Kitzingen erbeten?

Die Ansichten differieren verständlicherweise. Hier braucht es noch manche Gespräche und Überlegungen. 

Am Abend dann Treffen mit den Studenten aus den übrigen Districten.

Ein Student: Partnerschaft ist für uns ein unbekanntes Wesen! 

Wir werden gebeten, zu erklären, was wir denn eigentlich als Partner machen. Hierbei taucht auch die Frage auf, was sie uns denn zurückgeben können. (Wir antworten u.a.: Gebet und das Gespür, füreinander verantwortlich und offen zu bleiben).

Ganz klare Frage: wer entscheidet über die Vergabe der Stipendien, also wer unterstützt werden soll?

Wir: das muss vor Ort durch das College /Leitung, Board etc) entschieden werden.

Donnerstag 11.4.

Besuch der Bücherei: Angenehme Atmosphäre, klein aber fein. Klage über zu kleinen und zu alten Bücherbestand. Hier gibt es günstige Unterstützungsmöglichkeiten.

Für die Arbeit der Bücherei haben wir einen Laptop mitgebracht!

Unterrichtsbesuch bei Pastor Michael (natürlich ist er etwas aufgeregt, wenn seine Sponsoren mit im Unterricht sitzen). Wir sind überrascht von der Disziplin der  ca 25 Schüler.

Anschließend Besuch des Computerraumes. 10 PCs laufen, 5 davon hat Pfr.  JP Hanstein besorgt und eingerichtet.

Am Nachmittag Besuch der Health Service Station (Sozialstation). Diese kann nur als Tagesklinik genutzt werden. 30 bis 50 Patienten kommen tgl. Wir sehen einige bekannt Arzneimittel; die auf für uns abenteuerliche Art und Weise gelagert werden. 2 Krankenbetten und zwei Pritschen stehen zur Verfügung. AIDS ist ein großes Problem, ebenso jegliche Art von Vorsorge.

Abends langes Gespräch mit Malangton. Wir schätzen ihn und seine Arbeit sehr. Er hat sein Büro neben uns. Er organisiert nahezu alles.

Freitag 12.4.

Fahrt zum Sägewerk einer Schweizer Kirche. Wir sind beeindruckt vom hervorragenden Zustand der Anlagen und Einrichtungen. Die Schreinerei arbeitet exakt und emsig, ebenso die Mechaniker in der LKW Werkstatt, und auch die Frauen im Trainingscenter. Hier werden Lehrerinnen ausgebildet für ihren Einsatz in den Schulen ihrer Dörfer. Die Arbeit mit Nähmaschinen steht im Vordergrund, auf dem Lehrplan steht aber auch Grundsätzliches für den Lehrerinnenberuf, biblisches Wissen und Pädagogik. Bei unserem Besuch arbeiteten ca 5 Frauen mit der Missionarin Renate aus Schwäbisch Hall mit Baumrinde und bedruckten sie. Für ein Krankenhaus besorgten sie einen Auftrag über 400 Schwesternkittel, die sie mit mechan. Maschinen nähen (Singer, Pfaff etc).

Gegenwärtig arbeiten 5 Schweizer Kräfte dort als Fachkräfte.

Weiter gehört eine Primaryschool und eine Hebammenstation für die eigenen Kräfte zur Missionsstation.

Freitag Nachmittag:  gemeinsames Bibelstudium mit Pastor Michael, seiner Frau und später auch Jane. Nach einigen Liedern auf Pidgin und einigen gemeinsamen, internationalen Liedern beschäftigen wir uns  mit der Bibelstelle aus dem gestrigen Unterricht (Joh 8,32) und halten uns an seine theologischen Regeln (Frage nach der ursprünglichen Bedeutung eines Begriffes, dem Kontext, in dem er steht und seiner Bedeutung für uns heute). Ein sehr schönes Rundgespräch (in Englisch natürlich).

Pfarrer Horst Gerber, ein Missionar aus Ansbach, hat uns seine Waschmaschine angeboten – wegen Stromausfall wurde die Wäsche jedoch unterbrochen.

Am Sonntag soll die Partnerschaftsvereinbarung im Gottesdienst feierlich unterschrieben werden.

Am Montag werden wir Banz verlassen und nach Goroka aufbrechen. Dort werden wir wieder das deutsche Missionarsehepaar Verena Fries und Thomas Hellfritsch treffen.

Sie sehen: unsere Tage und Nächte sind ausgefüllt mit Gesprächen, Begegnungen, Ausflügen und Reflexionen. Wir werden sehr liebevoll betreut und mit einem reichhaltigen Essen versorgt. Viele suchen ein Gespräch mit uns, alle immer wieder einen Gruß und einen Händedruck. Das Leben hier ist einfach, aber ohne Not.

Immer wieder hören wir, wie wertvoll für das College die Partnerschaft mit Kitzingen (und Bayern) ist.

Unser Essen:

Wir werden von Jane und Dora liebevoll und sehr gut versorgt. 7.30 h ruft Jane uns zu: Frühstück ist fertig (Morning kaikai).

Das Essen ist vielfältig:

Kaffee (löslich, aber aus dem eigenen Land), Tee (schwarz, Pfefferminz, Fenchel), Ananas, Mandarinen, Orangen, Bananen, Sugarfruit, Gurkenscheiben, Rührei, Toast, Erdnusscreme, Marmelade, Honig, Pfannkuchen, Bestandteile unbekannt aber gut.

Mittagessen: Süßkartoffeln (Kaukau), Reis, Tarot (Wurzeln), Pitpit (ein Wurzelgemüse) diverse Sorten Fleisch (Hühnchen, Schweine- und Rindfleisch) sowie frisches Obst als Nachspeise (frisch heißt tatsächlich reif geerntete Ananas, Bananen, Orangen, usw.

Abendessen: Erneut kochen die beiden Frauen für uns auf. Auch haben sie herausgefunden, wie sehr wir uns über heißes Wasser, mit dem wir Kaffee und Tee zubereiten, freuen.

Wir genießen die Dusche mit WW (nicht heiß, aber warm, das reicht bei den doch eher warmen Temperaturen (20-30 Grad, nachts angenehm, manchmal sogar kühl).

Erstes Fazit

Papua Neuguinea ist ein armes und wenig entwickeltes, aber ein wunderschönes Land. Die Arbeit der Kirchen ist allgegenwärtig zu sehen, in den vielen Gotteshäusern, den vielen Schulen und Ausbildungsstätten. Aber: es gibt noch viel zu tun.

Am Samstag hoffen wir, dass wir von Mount Hagen aus wieder eine Mail nach D schicken können. Malangtons Laptop hat einen Virus und geht nicht. Wir kommen ebenfalls von hier aus nicht ins Netz. Auch sms gehen nicht…

So grüßen wir Sie und Euch wohlbehalten sehr herzlich aus dem Land, das Deutschland zumindest in einem voraus ist: Der Tag beginnt 8 Stunden früher.

Während diese Zeilen ins Laptop geschrieben werden, ist es in D erst Freitag 16. 45 Uhr, in PNG jedoch bereits Samstag 0.45 Uhr…  

God bless you!

Petra Hösch, Helga Amberger, Hanspeter Kern und Helmut Opppelt,

 

Liebe Freunde und Partnerschaftsinteressierte! Inzwischen haben wir viel erlebt und wollen etwas davon erzählen. Nach einem kurzen Zwischenstopp in Dubai hatten wir in Singapur einen Tag Aufenthalt und hier die Gelegenheit Pfr. Christian Schmidt und seine Frau (früher Albertshofen) zu treffen. Er hat sich für uns Zeit genommen und uns die Stadt gezeigt. Besonders beeindruckend war neben seinen Berichten über die Arbeit in der Seemannsmission das Tempo dieser schnell wachsenden Metropole. Die alten ursprünglichen Viertel sind fast vollständig Hochhäusern gewichen. Es finden sich zwischen verschiedenen Hochhäusern, viele Kirchen, Tempel. Singapur ist die einzige Stadtmetropole mit einem Urwald mitten in der Stadt. Die strenge Reglementierung und die fast vollständige Videoüberwachung sind Zeichen der Kontrolle durch den Staat. Nach den kühlen Temperaturen bei unserer Abreise am Ostermontag, traf uns in Port Moresby ein Hitzeschwall. Später mussten wir dann feststellen, dass unsere Kleidung auch für das Hochland noch zu warm ist. Jedenfalls frieren wir nicht. Am späten Donnerstagnachmittag, sind wir in Mount Hagen gelandet und wurden von vier Vertretern des College abgeholt. Feierlich und überaus freundlich wurden wir empfangen. Das ganze College war auf den Beinen. Das Ehepaar Gerber aus Ansbach hat dafür gesorgt, dass es uns hier richtig gut geht. Zwei Frauen versorgen uns liebevoll. Das Essen ist abwechslungsreich und aus gegebenen Anlass ist der Fleischanteil sehr hoch. Wir hatten inzwischen eine Reihe von intensiven Gesprächen. Zur Kircheneinweihung kamen ca. 40 Exgraduates (ehemalige Studenten) nach Banz. Sie äußerten ihren Wunsch nach Unterstützung für ihre jährlichen Treffen. Diese sollen vor allem der Weiterbildung dienen. Weiterhin möchten sie auch als Ehemalige an der Partnerschaft teilhaben.

 

Am Sonntag war nun die feierliche Einweihung der neuen Kirche. Hohe Gäste kamen: der Regionalbischof, der Verteidigungsminister und der junge Gouverneur der Provinz. Dekan Kern hat die Weihe der Kirche vorgenommen und später das Grußwort unseres Landesbischofs verlesen.( beides in Englisch) Es folgte ein üppiges Festmahl. Dafür wurden 21 Schweine und 2 Kühe von den Studenten geschlachtet. Helmut ist ein neuer Mensch – endlich ohne Jetlag. Nachmittags machten wir einen Ausflug auf einen nahen Berg mit toller Aussicht über das Wagi-Tal. Peter, ein Student führte uns ganz stolz: Das ist mein Berg. Ohne seine Erlaubnis (oder die seiner Familie würde niemand diesen Berg betreten. Montagabend hatten wir ein gemeinsames Abendessen mit anschließenden Treffen von Studenten aus einem Distrikt (Sami). Eine Überraschung für uns- Nawi Phillips Schwester war dabei, sie studiert hier (1Jahr). Immer wieder taucht die Frage auf: „Gibt es eine Möglichkeit unser Wissen in Deutschland zu erweitern?“ ( z.Bsp. Administration) Frauenordination gibt es nicht- ein großes Problem für die Frauen die hier studieren. Gestern hatten wir mehrere Gespräche über die Partnerschaft und die Entwicklung des College. Verschiedene Konzeptionen stehen nebeneinander, die Frage der Prioritäten muß noch geklärt werden. (z.Bsp: Hilfe beim Bau neuer Schulräume, neuer Traktor?, Qualifizierung von Lehrern, neues Stipendium, Austausch, Hilfe beim Aufbau eines neuen Projektes- Fischteich, Hühnerzucht, Reisanbau. Aber immer bräuchte es einen Projektmanager aus Deutschland. Also: Fachleute sind gefragt, die Lust haben für eine bestimmte Zeit nach PNG zu kommen). [hier bricht der Bericht etwas abrupt ab -Übertragungsfehler?] Ihre Delegierten aus Kitzingen: Dekan Hanspeter Kern, Helga Amberger, Petra Hösch, Helmuth Oppelt

Bildrechte: beim Autor

Nach dreijähriger Bauzeit weihte das Evangelical Church College Banz, Western Highlands, PNG mit großer Prominenz ihre neue Kirche ein. 
principal Pfr. Joseph Benson konnte begrüßen: den Verteidigungsminister von PNG, den Gouverneur der neuen Provinz Jiwaka, den Vizebischof der ELC-PNG, Abteilungsleiter der Landeskirche sowie eine vierköpfige Gruppe mit Dekan Kern aus dem Partnerschaftsdekanat Kitzingen. 
Es war ein großes Fest für Pfarrer Horst Gerber und seine Frau Leni, die als Senior Experts der Landeskirche Bayern und dem Centrum Mission EineWelt den Kirchbau initiiert und begleitet haben. 
Das College Banz bildet zur Zeit 130 Studierende in den Fächern, Frauenarbeit, Jugendarbeit und Verwaltung aus. Das ist mit dem deutschen Diakonenamt vergleichbar. 
Bisher wurden Andachten und Gottesdienste in einem Mulitfunktionsraum gefeiert. Das Dekanat Kitzingen hat Altar, Ambo, Kreuz und weitere Inneneinrichtung finanziell gefördert.

DIASHOW mit Bilder von Thorsten Krafft, Lae-Würzburg (copyright)

4.4.2013 12:00 Reisegruppe heute am 4.4. gut in Banz angekommen und wohlauf

Die Reisegruppe ist heute planmäßig um 13.15 Ortszeit PNG in Mount Hagen gelandet. Sie befinden sich nach einer herzlichen Begrüßung und einer Busfahrt von nur ca. 1h im College und haben bereits ihr Quartier im Wokmeri Trening Center bezogen. 

Nach einem Tag in Singapur mit dem dortigen Seemannsmissionar Christian Schmidt, vormals Pfarrer in Albertshofen, sind sie besonders entspannt. Laut Dekan Kern sind alle Gepäckstücke sind an- und durchgekommen, alle Teilnehmer sind gesund und munter. Das Wetter ist warm, sie sind trotz Regen spazieren gegangen. Morgen abend werden sie mit über 40 ehmaligen Studierenden im College zusammen offiziell begrüßt. 

Falls Sie sie erreichten möchten, kann Pfarrer Hanstein ihre Nachricht auch telefonisch weiterleiten. 

Das College hatte allerdings die letzten 4 Wochen keinen Strom, daher gestaltete sich die Kommunikation schwierig. Foto und weitere Einzelheiten folgen. 

Dekanatsmissionspfarrer Jan Peter Hanstein 

Hier können Sie der Reise mitverfolgen: Reise2013

http://kitzingen-evangelisch.de/taxonomy/term/55

 

Bildrechte: beim Autor

Freunde sehen sich wieder. Vierte Begegnung in fünf Jahren - Einweihung der neuen Kirche in Banz

Die neue Kirche in unserem Partner- College in Banz ist rechtzeitig fertig geworden. Drei Jahre hat der Bau gedauert. Das Dekanat Kitzingen hat den Bau der Kirche Banz unterstützt. Es reisen auf Einladung unserer Partner: Dekan Hanspeter Kern, Pfarrer Helmut Oppelt, die Leiterin Kirchl. Allgem. Sozialarbeit Petra Hösch und Helga Amberger, Mitglied des Dekanatsausschusses. Im Reisegepäck hat die Gruppe unter anderem ein Sortiment Altarkerzen und zwei Poster der Stadtkirche, die in der neuen Kirche einen Platz finden sollen. Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm hat eine Grußbotschaft verfasst, die die Gruppe überbringen wird. Als weiterer Höhepunkt wird im Abschiedsgottesdienst im College die 20 Jahre alte Partnerschaftsvereinbarung feierlich erneuert und unterschrieben. Die Delegation aus dem Dekanat Kitzingen wird außerdem die Voraussetzungen für ein partnerschaftliches Landwirtschaftsprojekt mit „Brot für die Welt“ erkunden. Dazu trifft Dekan Kern und seine Gruppe verschiedene Persönlichkeiten aus Politik und Kirche in den Highlands und an der Küste. Die PNG-Landeskirche hat ca. 1 Mio Mitglieder und trägt auch die Verantwortung für das College in Banz als landeskirchliche Einrichtung. Dort werden z.Z. 132 Studierende für Jugendarbeit, Frauenarbeit und Verwaltung in der Kirche ausgebildet. Herzlichen Dank für alle Spenden für diese neue Kirche!
Am Ostersonntag wurde die Gruppe im Gottesdienst in der Stadtkirche um 9.30 Uhr ausgesandt.

Hr. Brückner und Fr Stühler haben als Mitglieder des Präsidiums der Dekanatssynode, also für das Dekanat ein Segenswort gesagt, ebenso Pfr. Ahrens und  Pfr. Philip. Einige von der Partnerschaftsgruppe und von der letzten Jugendaustausch haben den Gottesdienst mitgefeiert und ihrerseits Botschaften und Geschenke an die Partner mitgegeben.