Stadtkirche Kitzingen

Impulstag für Erwachsenenbildung, Gemeinde und
Ehrenamt

Am Freitag, 14. Oktober 2022, findet ab 16 Uhr unser Impulstag „Gemeinde, Ehrenamt und Erwachsenenbildung“ statt.

Viele Menschen suchen Orientierung in einer immer komplizierter werdenden Welt. Gleichzeitig schwindet das Wissen um die eigene Religion und gelebte Frömmigkeitspraxis („Traditionsabbruch“). Die Corona-Einschränkungen haben mancherorts einen Abbruch von ehrenamtlichem Engagement bewirkt.

Wie kann es gut weitergehen mit der Bildungsarbeit in unseren Kirchengemeinden? Mit welchen Formaten könnten wir Menschen ansprechen, die sich nicht in unseren Gruppen und Kreisen zusammenfinden? Wie können wir neue Ehrenamtliche gewinnen und gut unterstützen?

Um diese Fragen soll es bei unserem Impulstag gehen – eine Mischung aus Vortrag, Workshops und gegenseitigem Austausch. Eingeladen sind alle Hauptamtlichen, Kirchenvorsteher*innen sowie Leiter*innen von Gruppen und Kreisen oder sonstigen erwachsenenbildnerischen Veranstaltungen.

Eingeladen sind alle Hauptamtlichen, Kirchenvorsteher*innen sowie Leiter*innen von Gruppen und Kreisen oder sonstigen erwachsenenbildnerischen Veranstaltungen.

Die Infos finden Sie hier im Flyer:

 

Bildrechte beim Autor
Die Stadtkirchengemeinde und der Dekanatsbezirk mussten Abschied nehmen von Hans Jürgen Klein. Vor wenigen Wochen wurde offenbar, dass er an einer schlimmen unheilbaren Krankheit litt. Dennoch kam sein Tod für uns alle überraschend schnell. Hans Jürgen Klein hat über Jahrzehnte in großer Treue und mit großem Kön­nen Orgeldienste in der Stadtkirche übernommen. Seine Liebe zur Musik zeigte er neben der Ausgestaltung sonntäglicher Gottesdienste in vielen Stunden, in denen er Kirchenbesucher mit seinem Spiel erfreute. In der Paul Eber Kantorei war er ebenso lang ein treuer und geschätzter Sänger. Neben seiner Tätigkeit an der Stadtkirche lei­tete Hans Jürgen Klein verschiedene Gesangvereine und Posaunenchöre und war lange Zeit auch Kantor in sei­nem Heimatort Westheim. Mit seinen beruflichen Kenntnissen als Klavier­bauer interessierte er sich auch für den Orgelbau und wurde dort zu einem sachverständigen Ratgeber in techni­schen Dingen.

Die Gottesdienste im Haus Mainblick begleitete Hans Jürgen Klein mit sei­ner sonnigen Art und ging auf jeden der Besucher mit freundlichen Worten ein.

Wir werden Hans Jürgen Klein sehr vermissen. Viele gewohnte Plätze, an denen wir ihn antrafen, bleiben jetzt leer. Wir vertrauen Hans Jürgen Klein dem Geleit Gottes an und vertrauen darauf, dass Gott ihm neues, ewiges Leben schenken wird. Wir werden Hans Jürgen Klein gerne in dankbarer Erinnerung behalten.

Dekan Hanspeter Kern

Bildrechte beim Autor

Ein bewegender Theaterabend um die großen Themen Freiheit, Würde, Identität, die Verantwortung, etwas aus seinem Leben zu machen.

Das Ensemble der „Schloss Theatrum Herberge Hohenerxleben Stiftung“, das schon einmal in Kitzingen viele Zuschauer begeisterte, präsentiert sich nun mit einer weiteren Inszenierung:  

„Eine Nacht im Leben der Hildegard von Bingen und der Katharina von Bora.“

Sonntag, 12. Oktober um 17.00 Uhr in der Stadtkirche,

Eintritt: 10.- €,

Vorverkaufsstelle: Evang. Pfarramt Kitzingen-Stadtkirche, Gustav-Adolf-Platz 6

Veranstalter: Evang. Bildungswerk Main-Steigerwald

Infos: Tel. 09321-8028

Zwei Frauen, die Geschichte geschrieben haben und Mut machen, das eigene Leben in die Hand zu nehmen: Mit viel Musik aus den beiden Epochen erzählt diese Inszenierung aus dem Leben dieser beiden herausragenden Frauenpersönlichkeiten unseres Landes. Die großen Themen sind: Freiheit, Würde, Identität, die Verantwortung, etwas aus seinem Leben zu machen.

Mitwirkende sind: Friederike v. Krosigk, Ina Friebe & Christiane Friebe, Sören Wendt - Gesang & Wanderharfe

In ihrem Theaterstück zeigt Friederike v. Krosigk diese beiden bewegenden Frauenpersönlichkeiten in der Nacht der Entscheidung:

Eine Nacht im Leben der großen Mystikerin, Kloster-Gründerin und gefragten Persönlichkeit des Mittelalters Hildegard von Bingen weist ihr eine ganz entscheidende Neuerung in ihrem Leben - diese Nacht im Jahr 1141 verändert alles... Eine stille, unbekannte Nonne war sie bis zu diesem Zeitpunkt gewesen, das wäre sie auch geblieben, wenn sie sich nicht dazu durchgerungen hätte, die Visionen und Erkenntnisse, die sie seit ihrer Kindheit begleiten, aufzuschreiben. Erst als Hildegard es selbst wagt, mit ihrem Wissen aufzutauchen, wenden sich auch andere an sie, lässt sich sogar der Kaiser beraten.

400 Jahre später durchlebt eine andere Nonne ebenfalls eine - ihr ganzes Leben verändernde Nacht: Die Osternacht 1523 wird Katharina von Bora - die spätere Ehefrau Martin Luthers - niemals vergessen... Soll sie das Undenkbare wagen und das Kloster verlassen, möglicherweise sogar heiraten? Katharina und ihre Mitschwestern haben die Schriften des neuen Predigers Martin Luther gelesen.

Friederike v. Krosigk macht beide Frauen in dem Moment erlebbar, der ihr Leben von Grund auf verändert.

“Ich deckte alles mit Schweigen zu, bis zu der Zeit, da es durch die Gnade offenbart werden soll.”

Zum Schauspiel gehört viel Musik (mehrstimmiger Gesang, Wanderharfe & Cello) aus den beiden Epochen, von Hildegard selbst komponierte Lieder, sowie Musik und Lieder aus der Reformation - z.T. von Martin Luther selbst. Dieser Abend erzählt aus der Geschichte unseres Landes. Erinnert an unsere Wurzeln. Und befragt die Sicht der Frauen. Frauen, die den Mut bewiesen haben, neue Wege zu beschreiten und damit die Geschichte weiter-bewegten. Es wird aus den beiden großen Konfessionen erzählt. Gleichwertig. Denn unser Land heute, der modern denkende Mensch ist zutiefst und zu gleichen Teilen von beiden Seiten geprägt, ob bewusst oder unbewusst. Dieser Abend möchte mit den Wurzeln dieses Denkens und Erlebens neu berühren. Und vorsichtig eine Brücke schlagen - Gemeinsamkeiten erkunden, Gegensätze erkennen – und Mut machen, neue Wege zu gehen, denn wie sagt Hildegard selbst:

“Die Liebe zum Himmlischen ist ihr Zusammenhalt.”

Aus vielen Quellen - den Schriften Hildegard von Bingens, Martin Luthers, dem Neuen Testament, aber auch inspiriert von zahlreichen zeitgenössischen Biografien und wissenschaftlichen Arbeiten, u.a. Michaela Diers und Eleonore Dehnert - hat Friederike v. Krosigk in Szenen, Musik und Tanz vielgestaltige Theaterbilder geschaffen, die diese Frauen lebendig werden lassen und man darf mit ihnen fühlen, hoffen, ringen, weinen und lachen.