Diakonisches Werk

Beratung
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Die diesjährige Aktionswoche der Arbeitsgemeinschaft Schuldnerberatung der Verbände (AG SBV) stellt die Menschen hinter den Schulden in den Fokus.

Schulden können Menschen erdrücken. Viele ziehen sich zurück – aus Scham oder aus Resignation. Wer gibt auch schon gerne zu, dass er/sie pleite ist? In Deutschland sind laut dem SchuldnerAtlas 2020 etwa 6,85 Millionen Personen von Überschuldung betroffen. Auslöser sind oft Ereignisse wie der Verlust des Arbeitsplatzes, oder - wie aktuell während der Pandemie – ein geringeres Einkommen durch Kurzarbeit. Auch viele Soloselbstständige und Freiberufler sind in Folge der Corona Pandemie  in ihrer Existenz bedroht. Überschuldung trifft nicht nur Gruppen wie Grundsicherungsempfänger_innen oder sogenannte bildungsferne Haushalte. Jeder kann betroffen sein! Die Ratsuchenden sind so vielfältig wie unsere Gesellschaft.

Die Stigmatisierung von Schuldner_innen ist immer noch ein großes Problem. Allein der Begriff ist bereits problematisch: Schuld. Viele Ratsuchende trauen sich gar nicht erst in die Beratung und die, die sich trauen, verfallen zu Beginn oft in eine rechtfertigende Haltung. Sie versuchen Situationen und Auslöser zu erklären, die sie nicht beeinflussen konnten. Mahnungen, Schreiben von Inkassounternehmen sowie gerichtliche Schreiben können Angst und Verunsicherung auslösen. Irgendwann kann man nicht einmal mehr die Post öffnen. Man schämt sich für seine Situation. Gerade deshalb ist es wichtig, den Menschen hinter all dieser Last zu sehen. Wieder Hoffnung und Mut zu machen und Wege aus dieser Lage aufzuzeigen.

Ella Kiefel und Elisabeth Schmitt von der Schuldnerberatung der Diakonie Kitzingen helfen bei der Schuldenregulierung und bieten persönliche Beratung an. Zu erreichen sind sie  Montag bis Freitag von 9:00 – 12:00 Uhr und Montag bis Donnerstag von 13:00 – 15:00 Uhr unter der 09321 / 1338 -40 oder -41 oder per E-Mail schuldnerberatung@diakonie-kitzingen.de. Die Beratung ist vertraulich und kostenfrei.

Diakonie-Gottesdienst
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Am 24. September feierte das Diakonische Werk einen Abendgottesdienst in der Kitzinger Stadtkirche für die Mitarbeitenden in den Pflegeheimen, Beratungsstellen und in der Sozialstation. In ihrer Dialogpredigt schlüpften Pfarrerin Krämer und Dekanin Baderschneider in die Rollen von Maria und Martha und gaben Gedankenanstöße zur Balance von Sich-zuständig-fühlen, Für-andere-da-sein und Freiraum-finden für das, was in dem Moment wirklich wichtig ist.

Dekanin Baderschneider bedankte sich bei allen Mitarbeitenden für das große Engagement, gerade in der anstrengenden Corona-Zeit.

Spatenstich Diakonie Kitzingen
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Nach 2-jähriger Übergangszeit konnte am 3. September der lang ersehnte Spatenstich für den Ersatzbau der Großküche erfolgen. Dekanin Kerstin Baderschneider wies auf die Umstände des Neubaus hin: Im Jahr 2018 musste das Diakonische Werk das Frieda-von-Soden-Haus samt Küche aufgeben. Die baulichen Gegebenheiten entsprachen nicht mehr den gesetzlichen Vorgaben. In der Zwischenzeit war die Küche ausgelagert. Nun kann es am eigentlichen Standort mit dem Bau losgehen. Ein Freudentag für das Diakonische Werk Kitzingen.

Im Nachbargebäude soll eine Tagespflege errichtet werden. Die Baugenehmigung wird - so die Hoffnung - ebenfalls bald erteilt, so dass im kommenden Jahr beides in Betrieb genommen werden kann und die Diakonie für Menschen in der letzten Phase ihres Lebens umfassend Hilfestellung leisten kann.

Grußworte sprachen Jürgen Haag als Bauträger sowie Oberbürgermeister Stefan Güntner, der auf den Bedarf von Einrichtungen für Senioren in Kitzingen hinwies.

Dekanin Baderschneider wünschte den Mitarbeitenden der Firma Haag eine unfallfreie und reibungslose Bauzeit.

 

Hier finden Sie einen Artikel dazu aus der Mainpost:

https://www.mainpost.de/regional/kitzingen/seniorenhaus-muehlenpark-spatenstich-fuer-die-neue-grosskueche;art773,10493665

 

 

Schuldner- und Insolvenzberatung
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Bereits seit 1. Februar 2020 wurde die Schuldner- und Insolvenzberatung für den Landkreis an das Diakonische Werk Kitzingen übertragen.

Frau Elisabeth Schmitt und Frau Ella Kiefel beraten Menschen, die überschuldet oder von Insolvenz bedroht sind, kompetent und vertraulich und berücksichtigen dabei die individuelle Lebenssituation. Durch die Zusammenarbeit mit der KASA (Kirchliche Allgemeine Sozialarbeit) und der Erziehungsberatungsstelle ergibt sich ein breitgefächertes Unterstützungsangebot rein über Schuldentilgung hinaus.

Angesiedelt ist die Schuldner- und Insolvenzberatung im Haus Mainblick, Mühlbergstraße 1, Kitzingen. Für Informationen oder Terminvereinbarung wenden Sie sich an die Mitarbeitenden unter der Telefonnummer (09321) 1338 oder per E-Mail an schuldnerberatung@diakonie-kitzingen.de

Das Bild zeigt Beraterin Elisabeth Schmitt, Landrätin Tamara Bischof, Dekanin Kerstin Baderschneider, Beraterin Ella Kiefel sowie den Geschäftsführer des DW, Jochen Keßler Rosa, beim Pressetermin vor Ort anlässlich der Übertragung der Beratungsstelle an das Diakonische Werk, der aufgrund der Corona-Sicherheitsbestimmungen erst im August stattfinden konnte.

 

Hier lesen Sie weitere Artikel dazu:

https://www.mainpost.de/regional/kitzingen/hilfe-aus-der-schuldenfalle-…

https://www.kitzingen.de/buergerservice/aktuelles/aktuelles-2020/sozial…